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Amrum
27.11.2003
von Tom Dash
Obwohl die Insel Amrum nur 2100 Einwohner besitzt, verteilen sich diese gleich auf 5 Dörfer! Da dann
nun nicht mehr allzu viele Einwohner für jedes Dorf übrig bleiben, ist die Insel entsprechend beschaulich
geblieben. Die 5 Dörfer - Wittdün, Süddorf, Steenodde, Nebel und Norddorf - verteilen sich über den Teil der Insel, der nicht aus Sand besteht. Das ist
allerdings der kleinere Teil der Insel.
Die Dünen, dahinter der Kniepsand und die Nordsee
Die etwa bananenförmige Insel hat eine Größe von 20,5km² und wird im Westen vom Kniepsand umschlungen. Dieser
Sandstreifen ist teilweise kilometerbreit, hier gibt es Sand und Strand ohne Ende. Zwischen
Kniepsand und dem bewohnten Teil der Insel befindet sich ein ebenso breiter Dünengürtel, der unter Naturschutz gestellt ist
und der daher nur auf den vorgesehenen Wegen durchquert werden darf.
Häuser bei Wittdün
Doch neben reichlich Sand und Dünen hat Amrum weiteres zu bieten. Amrum ist die waldreichste Insel in Nordfriesland.
Durch den Wald führen zwei Jogging-Strecken (6,5km und 5km) und auch Radwege. Neben dem Wald gibt es Heidegebiete
und landwirtschaftliche Betriebe. Der karge Inselboden erlaubt allerdings keine üppigen Ernten.
Vogelteich im Naturschutzgebiet
Amrum liegt im nordfriesischen Wattenmeer. In den wärmeren Monaten sollte man unbedingt das Wattenmeer kennen lernen
und an einer geführten Wattwanderung teilnehmen. Wir haben an einer Wanderung auf einem alten Verbindungsweg zwischen
Amrum und Föhr teilgenommen. Auf diesem wurden zu früherer Zeit Waren zwischen den Inseln per Pferdewagen transportiert.
Leider existiert das letzte Wegstück heute nicht mehr, nach Baggerarbeiten zur Deichbefestigung ist das letzte Stück vor Föhr
nicht mehr passierbar. Daher muss ein recht großer Umweg gelaufen werden und die Strecke ist insgesamt 8km lang.
Im Watt unterwegs nach Föhr
Bei Niedrigwasser startet man in Norddorf und folgt dort dem alten Weg zur Nachbarinsel hinüber (bitte nur mit wattkundiger Führung starten!).
Bei gutem Wetter kommen einem dann allerhand Gäste aus Föhr entgegen, die das spiegelbildliche Angebot gebucht haben!
Unterwegs erzählt der Führer dann einige interessante Geschichten zum Watt, den Inseln, der Natur und den Bewohnern.
In Föhr angekommen, wird man per Bus einmal quer über die Insel transportiert, kann sich die dortigen Sehenswürdigkeiten
ansehen und dann anschließend mit der Fähre nach Amrum zurück fahren. Über Termine und Treffpunkte informiert man sich am Besten vor
Ort, aufgrund der Witterung müssen Touren öfters abgesagt werden.
Fähre nach Amrum und Föhr
Amrum ist schon seit dem Jahre 1890 Nordseebad. Man ist daher mit der Betreuung von Gästen bestens vertraut und die Unterkünfte
sind zahlreich und gut organisiert. Genaueres erfährt man im Prospekt der Amrum-Touristik, den
man auf der Webseite bestellen oder herunterladen kann (nur bei DSL-Verbindung anzuraten, das PDF ist 19 MB groß!).
Der Prospekt enthält ein Verzeichnis der Unterkünfte der Insel sowie Ortspläne der fünf Dörfer.
Schiffsverbindungen nach Amrum mit der WDR gibt es von Dagebüll und von Schlüttsiel aus. Autos müssen zum Transport angemeldet werden.
Preise, Fahrpläne und weitere Informationen gibt es bei der Wyker Dampfschiffs-Reederei.
Als weitere Möglichkeit nach Amrum zu gelangen, bietet sich der
Adler Express an. Dies ist reine Personenfähre, die zwischen Nordstrand und Sylt durch das Wattenmeer pendelt.
Karte:
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Bücher:
| Insel Amrum Urlaubshandbuch
Von Roland Hanewald
Das Buch enthält viele Fakten über die Insel Amrum und
ist daneben unterhaltsam geschrieben!
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Alles auf einen Blick:
| Was? | Kurzurlaub oder längerer Urlaub |
| Wo? | Amrum, Insel vor der nordfriesischen Küste |
| Wie lange? | ½-4 Wochen
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| WWW | http://www.amrum.de/ |
| Anfahrt |
Amrum ist nicht autofrei. Allerdings sollte man sich trotzdem überlegen, ob man das Auto auf der Insel wirklich braucht. Das
Busnetz ist gut ausgebaut und man kann sich auch mit dem Fahrrad gut auf der Insel fortbewegen. Wer das Auto trotzdem
mitnehmen möchte, der muss es vorher bei der Wyker Dampfschiffs-Reederei anmelden.
Alle anderen lassen das Auto auf dem großen bewachten Parkplatz in Dagebüll stehen (kostenpflichtig, aber deutlich billiger als die Fähre!).
Nach Dagebüll gelangt man von Süden aus über die A23 und dann weiter über die B5. Die Route führt
über Itzehoe, Heide und Husum nach Dagebüll.
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| Mit der Bahn |
Man kann mit der Bundesbahn - über Niebüll - bis zum Fährhafen Dagebüll Mole fahren. Von dort geht es dann direkt mit der Fähre nach
Föhr und Amrum weiter. Von Hamburg kommt man in ungefähr 3 Stunden nach Dagebüll, die Züge fahren stündlich.
Im Sommer fahren teilweise spezielle Kurswagen, man muss dann nicht umsteigen.
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