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Der Hafenkran in Harlingen
04.08.2006
von Tom Dash
Kommt man am Kran in der kleinen und gemütlichen niederländischen Hafenstadt Harlingen an,
so wird man von der Betreuerin des Krans persönlich empfangen. Zusammen geht es auf den Kran, denn
in einem Hafenkran lässt es sich nicht komplett ohne Einführung übernachten!
Mit einem kleinen Aufzug geht es zunächst auf ein Zwischendeck, wo in den nächsten Aufzug gewechselt
werden muss. Bei diesem zweiten Aufzug - Rohrpostlift genannt - wird schnell klar, dass hier eine spezielle
Konstruktion eigens für den umgebauten Kran geschaffen worden ist. In einer engen Röhre geht es
hinauf. Der Lift muss mit den Füßen bedient werden, denn für die Bedienelemente gibt es sonst keinen
Platz. Von oben werfen Scheinwerfer ihr Licht zu den aufsteigenden Fahrgästen hinunter.
Im Rohrpostlift
Oben angekommen wird schnell klar, dass nicht nur der Fahrstuhl eine spezielle Anfertigung ist. Der
gesamte Kran ist mit viel Liebe zum Detail und auch mit viel Technik zu einem einzigartigen Wohn- und
Erlebnisraum umgestaltet worden. Licht, Klimaanlage und Dachjalousie werden über einen Touchscreen
gesteuert, in der (Doppel!) Dusche und im WC lässt sich das Licht in verschiedenen Farben einstellen und
an der Wand hängt ein beachtlicher Plasmaschirm.
Die geräumige Doppeldusche
Wer nicht (nur) wegen der Technik gekommen ist, genießt den (änderbaren) Ausblick durch das große Panoramafenster
oder erklimmt gleich die Leiter in den Leitstand des Krans. Dort kann auf dem bequemen Sessel Platz genommen werden,
der Hebel wird umgelegt und die gesamte Wohnstatt für eine Nacht beginnt langsam zu drehen. Wenn der neue Ausblick
gefällt, dann den Hebel einfach wieder in Mittelstellung bringen.
Blick über den Hafen
Hat man genug gedreht, so öffnet man die Luke aufs Dach und tritt auf die große Dachterasse. Von hier oben
genießt man eine wunderschönen Ausblick auf den Hafen, die Hafeneinfahrt, den alten Leuchtturm gegenüber
(den man auch mieten kann) und die Brücke in den Innenhafen, die regelmäßig geöffnet wird um Schiffe herein-
und hinaus zu lassen. Am besten nimmt man sich eine Flasche Wein mit und wartet hier oben auf den
Sonnenuntergang.
Karte:
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Alles auf einen Blick:
| Wo? | Hafenkran in Harlingen, an der niederländischen Nordseeküste |
| WWW | http://www.vuurtoren-harlingen.nl/de/index3.html |
| Anfahrt |
Aus Richtung Bremen kommt man über die A28 (Deutschland) und die A7 (Niederlande) bis zum
IJsselmeer. Von hier aus ist es nur noch eine kleine Fahrt auf der N31 an der Nordseeküste entlang Richtung
Norden bis nach Harlingen.
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| Mit der Bahn |
Eine Anfahrt mit der Bahn ist möglich, jedoch relativ umständlich. Die Fahrt ab Hamburg dauert 6 bis 7
Stunden und erfordert 3- bis 5-faches Umsteigen.
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