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Der alte Elbtunnel in Hamburg
01.10.2004
von Tom Dash
Zum alten Elbtunnel - alt, weil es gibt ja seit 1975 den neuen Elbtunnel, seit 2002 sogar mit vier Röhren - lassen sich eine
ganze Menge Zahlen aufsagen: er ist 426,5 Meter lang, liegt in 24 Meter Tiefe, über dem Tunnel stehen, oder
vielmehr fließen, 12 Meter Elbwasser, es gibt zwei Röhren, für jede Fahrtrichtung eine. Die Röhren besitzen
einen Durchmesser von 6 Meter, damit eine Kutsche mit aufgestellter Peitsche noch durchpasst.
30.000 Fahrzeuge und 40.000 Fußgänger durchqueren den Tunnel auch heute noch, jeden Monat. Der Tunnel
verbindet die Stadtteile St. Pauli und Steinwerder.
Einfahrt in die Fahrstühle
Was alle diese Fakten nicht wiedergeben, ist die besondere Architektur und die Liebe zum Detail, die
man an, oder besser in diesem Bauwerk vorfindet. Im Gegensatz zu seinem großen, neuen
Bruder ist der alte Elbtunnel ein reich verziertes Bauwerk. Es gilt viele Details zu entdecken.
Ein Seehundrelief an der Tunnelwand
In den Röhren selbst sind in regelmäßigen Abständen Reliefs mit Meerestieren zu finden. In den beiden
Treppenhäusern gibt es Holzverzierungen. Der nördliche Fußgängereingang ist mit Ornamenten geschmückt.
Auch die im Tunnel angebrachten Lampen sind interessant.
Der Fußgängereingang an den Landungsbrücken
Mit dem Auto durch den Tunnel fahren darf man wochentags zwischen 5.30 und 20 Uhr. Unabhängig vom
gewählten Fortbewegungsmittel kostet dies €2, sofern das Fahrzeug einen Verbrennungsmotor besitzt. Mit
allzu dicken "Schlitten" sollte man den Tunnel allerdings nicht durchqueren, da wird es dann eng in der
Fahrspur. Wer den Tunnel besichtigen möchte, der kommt lieber zu Fuß, oder allenfalls mit dem Fahrrad.
In diesem Fall ist die Durchquerung kostenlos und zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich.
Hier fahren die Autos mit dem Fahrstuhl!
Aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse auf beiden Seiten des Tunnels findet der Transport der
Fahrzeuge mit Hilfe von Fahrstühlen statt. Erst unten angekommen darf das Auto dann wieder fahren.
Lediglich Fußgänger besitzen den Luxus, wahlweise mit einem (separaten) Fahrstuhl zu fahren oder
die Treppe zu nehmen. Auf dem Weg nach unten sollte man dies einmal machen, es bieten sich
schöne Ausblicke auf die Fahrstühle gegenüber.
Der nördliche Eingang vom anderen Ufer der Elbe aus gesehen
Wer am südlichen Ufer angekommen ist, sollte dort den Weg nach oben suchen.
Zwar befindet man sich am Ausgang mitten im - wenig romantischen - Hafengebiet, jedoch
führt ein Fußweg (hinter der Zollstation scharf links herum) zurück zur Elbe. Von hier aus
bieten sich unschlagbare Ausblicke zurück auf die Hamburger Innenstadt, die Speicherstadt
und St. Pauli!
Karte:
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Bücher:
| Ein Tunnel unter der Elbe
Erbaut 1911. Geschichte und Geschichten.
Von Hans Jürgen Witthöft
Natürlich hat ein so altes - und einmaliges - Bauwerk wie der alte Hamburger Elbtunnel seine Geschichte.
Und seine Geschichten. Dieses Buch erzählt davon.
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Alles auf einen Blick:
| Wo? | Hamburg Landungsbrücken |
| WWW | http://www.hamburg-tourism.de/Alter_Elbtunnel.490.0.html |
| Anfahrt |
Direkt neben dem nördlichen Eingang des Elbtunnel befindet sich ein
gebührenpflichtiger Parkplatz mit zwei Parkebenen. Ab 18:00 Uhr kann man dort frei parken.
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| Mit der Bahn |
Der nördliche Eingang des alten Elbtunnels befindet sich in unmittelbarer Nähe der
S- und U-Bahnhaltestelle Landungsbrücken. Die Linien
U3, S1 und S3 halten dort.
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